ETAPPE 7

Etappe 7: Lavarone – Riva del Garda

Jetzt geht es auf dem direkten Weg nach Riva del Garda, zum Abschluss einer Woche voller Überraschungen, voller Abwechslung, voller Eindrücke und Strapazen für die Beine. Aber auch auf dem „fast“ direkten Weg zum Gardasee stellen sich noch einmal 1800 Höhenmeter zum Klettern in den Weg – verteilt auf rund 80 Kilometer Strecke. Genau in Richtung nördlicher Gardasee baut sich zunächst wieder der Passo del Sommo auf, der heute tatsächlich ein richtiger, 250 Meter hoher Passübergang von Carbonare nach Folgaria ist. Jetzt führt zwar die Hauptstraße im Tal des Rio Cavallo direkt weiter bergab nach Calliano ganz unten im Etschtal. Aber es ist heute eben nur „fast“ der direkte Weg. Wir weichen jetzt zunächst von der Hauptstraße ab und sammeln auf der südlichen Talseite auf den vier Kilometern nach Serrada noch einmal 100 Höhenmeter ein. Serrada liegt auf einem Sattel zum Nachbartal. Man könnte jetzt diesen Übergang nutzen und drüben nach Rovereto abfahren. Wir wechseln das Tal aber nicht sondern lassen uns weiter vom Rio Cavallo ins Etschtal leiten. Von Serrada führt eine geschwungene Straße über das kleine Dorf Guardia rassig zurück in den dessen Talgrund und trifft dort nach rund 8 Kilometern wieder auf die Hauptstraße von Folgaria. Aber erst nach weiteren 6 rasanten Kilometern auf dieser Staatsstraße ist der Talboden der Etsch erreicht. Und nach einer engen Ortdurchfahrt in den historischen Gassen von Calliano kehrt erst einmal etwas Ruhe ein. Das mit dem direkten Weg ist nicht wirklich gelogen. Die Hauptstraße, die im Tal von Rovereto nach Riva del Garda führt, ist für eine Radsportveranstaltung wie die Transalp absolut unmöglich und selbst alleine mit dem Rad purer Stress im Wochenend-Stoßverkehr. Also bleibt jetzt nichts anderes übrig als über den Berg zu fahren, was ehrlich gesagt sowieso viel schöner ist. Nach kurzer Verschnaufpause im Tal beginnt in Aldeno der Anstieg hinauf, vorbei am idyllischen Lago di Cei weiter ansteigend bis zum Passo Bordala auf 1251 Metern Höhe. 1100 Höhenmeter sind es vom Tal da hinauf. Also hält auch dieser letzte Tag noch einmal eine amtliche Bergprüfung bereit. Der Pass markiert aber noch nicht der Übergang ins Sarcatal und zum Lago di Garda. Dieser Pass führt zunächst in das Val di Gresta, ein von Feldern und Äckern geprägtes Hochtal, das dem Gardasee vorgelagert ist. Die kurze, kurvige Abfahrt auf der schmalen Pass-Straße Tal bringt uns zunächst nach Ronzo-Chienis und biegt erst jetzt ab zum letzten Pass dieser Transalp, dem Passo Santa Barbara, der sich immer noch 1000 Meter über den Gardasee erhebt. Eine schmale Straße windet sich durch den Wald hinunter nach Bolognano. Jetzt sind es nur noch einige flache Kilometer bis zum Hafen von Riva del Garda, dem Sehnsuchtsort dieser Transalp. Und zu dem perfekten Platz, um das Finale der Transalp gemeinsam zu feiern.

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